Heutzutage ist die Einäscherung in verschiedenen Kulturen eine immer häufiger anzutreffende Praxis.
Für viele Christen stellt sich jedoch die wichtige Frage, ob diese Entscheidung ein spirituelles Versagen darstellt und was die Heilige Schrift dazu sagt.
Um diese Sichtweise zu verstehen, muss man Gottes Souveränität über unser Leben anerkennen. Die Bibel verbietet die Einäscherung nicht ausdrücklich, enthält aber Passagen zum Umgang mit dem Leichnam.
Historisch gesehen war die traditionelle Bestattung die vorherrschende Form der Beisetzung bei den Israeliten.
Klare Beispiele dafür finden sich in den Geschichten von Abraham, der ein Grab für Sara kaufte, und von Josef, dessen Leichnam aus Ägypten nach Kanaan gebracht und dort begraben wurde.
Trotz dieser Tradition schränkt die Art der Bestattung niemals die Allmacht des Schöpfers ein. Der christliche Glaube lehrt, dass Gottes Wille die endgültige Auferstehung sichert, unabhängig davon, ob der physische Körper zu Asche verbrannt wird.
Worauf es wirklich ankommt, ist, den Verstorbenen zu ehren und dabei voll und ganz auf den ewigen Plan und die bedingungslose Gnade des Herrn zu vertrauen.

