Als der Henker NS-Kriegsverbrecher beunruhigte: Das Rätsel um John C. Woods und mutmaßliche Fehler bei Hinrichtungen _deww09

⚠️ WARNHINWEIS: SENSIBLER HISTORISCHER INHALT ⚠️
Dieser Beitrag behandelt die Nürnberger Prozesse, die darauf folgenden Todesurteile und den beteiligten US-Armee-Henker. Er wird ausschließlich zu Zwecken der historischen Bildung und zur Dokumentation der juristischen Folgen der Nürnberger Prozesse geteilt. Er soll weder Gewalt verherrlichen noch Hass fördern oder eine Person bzw. Gruppe angreifen. Wir erinnern an diese Ereignisse, um der Opfer nationalsozialistischer Verbrechen zu gedenken und die Bedeutung von Gerechtigkeit, Menschenrechten und „Nie wieder“ zu unterstreichen.

John C. Woods – Der US-Armee-Henker in Nürnberg (1946)

John Clarence Woods (1911–1950) war ein Master Sergeant der US-Armee, der als Henker diente und die Hinrichtungen von zehn hochrangigen NS-Funktionären ausführte, die nach den Nürnberger Prozessen zum Tode verurteilt worden waren.

Kurzer Hintergrund

Woods wurde in Wichita (Kansas) geboren und wuchs unter schwierigen Bedingungen auf. Zuvor diente er in der US-Marine und trat später während des Zweiten Weltkriegs in die US-Armee ein. 1944 meldete er sich freiwillig für Aufgaben als militärischer Henker.

Die Nürnberger Hinrichtungen – 16. Oktober 1946

Die Hinrichtungen fanden in der Turnhalle des Nürnberger Gefängnisses statt. Die zehn Hingerichteten waren:
Joachim von Ribbentrop · Wilhelm Keitel · Ernst Kaltenbrunner · Alfred Rosenberg · Hans Frank · Wilhelm Frick · Julius Streicher · Fritz Sauckel · Alfred Jodl · Arthur Seyss-Inquart

Einige Augenzeugenberichte und spätere historische Diskussionen haben die technische Durchführung der Prozeduren thematisiert und hinterfragt, ob alles wie vorgesehen ablief. Die Deutungen gehen auseinander: Manche Autoren führen mögliche Probleme auf Unerfahrenheit zurück, andere vermuten, persönliche Voreingenommenheit könne eine Rolle gespielt haben. Eine allgemein anerkannte eindeutige Erklärung gibt es nicht.

Nach Nürnberg

Nach den Nürnberger Hinrichtungen arbeitete Woods weiterhin für das US-Militär. Er starb am 21. Juli 1950 bei einem Stromunfall, als er auf dem Eniwetok-Atoll (Marshallinseln) eine Leuchte reparierte. Offizielle Stellen stuften den Tod als Unfall ein, auch wenn sich im Lauf der Jahre Gerüchte gehalten haben.

John C. Woods bleibt eine umstrittene Figur in der Geschichte der Nachkriegsjustiz — oft genannt sowohl im Zusammenhang mit dem Vermächtnis von Nürnberg als auch als Hinweis darauf, wie kontrovers Details solcher Ereignisse werden können.

Häufig genannte Quellen:

  • Kingsbury Smith (International News Service – Augenzeuge)
  • U.S. National Archives – Unterlagen zu den Nürnberger Hinrichtungen
  • Joseph E. Persico, Nuremberg: Infamy on Trial (1994)
  • Richard Overy, Interrogations: The Nazi Elite in Allied Hands (2001)
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