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Im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund eine scharfe verbale Attacke gegen die regierende CDU und Ministerpräsident Sven Schulze geritten.TA

In einer emotionalen Rede (kommentiert in einem am 26. August 2026 veröffentlichten Video) warf er der Union systematischen Wortbruch und eine Täuschung der Wähler vor. Begleitet wird diese Rhetorik von Spekulationen rechter Kommentatoren über eine mögliche absolute Mehrheit der AfD bei der Wahl am 6. September.

Im Zentrum von Siegmunds Kritik stand die Diskrepanz zwischen den Ankündigungen der CDU im Wahlkampf und dem späteren Regierungshandeln. Als Beispiele nannte er die Migrationspolitik und die Staatsbürgerschaft. Während die CDU vor der Wahl versprochen habe, eine Obergrenze einzuführen und die Staatsbürgerschaft zu schützen, habe sie in Koalitionsverträgen mit SPD und FDP Zugeständnisse gemacht und Einbürgerungen als „Zeichen gelungener Integration“ bezeichnet.

Einen weiteren Vorwurf erhob der AfD-Politiker in der Agrar- und Energiepolitik: Die CDU habe den Landwirten „Maß und Mitte“ versprochen, dann aber dem weiteren Ausbau der Windkraft im Wald zugestimmt, um Klimaziele zu erreichen. Siegmund warf der Union vor, die Landwirte „verkauft und verraten“ zu haben.

Besonders heftig attackierte Siegmund den erst kürzlich ins Amt gekommenen Ministerpräsidenten Sven Schulze persönlich. Er erinnerte an Aussagen Schulzes, sich erst durch eine Wahl legitimieren lassen zu wollen und nicht „zwischendrin reingeschoben“ zu werden. Den dennoch erfolgten Wechsel an der Regierungsspitze nach dem Rücktritt von Reiner Haseloff bezeichnete Siegmund als Wortbruch gegenüber den Bürgern und führte dies auf Druck aus der Bundes-CDU unter Friedrich Merz zurück, um der erstarkenden AfD etwas entgegenzusetzen.

Siegmund warf der CDU zudem eine „Doppelmoral“ vor. So fordere die Partei öffentlichkeitswirksam eine Arbeitspflicht für Asylbewerber, lehne aber entsprechende Anträge der AfD im Parlament ab. Statt drängende Probleme zu lösen, investiere die CDU in ein „Queer-Förderprogramm“. Siegmund beschuldigte die Union, sich bereits für eine mögliche Zusammenarbeit mit der Linkspartei zu positionieren.

Die AfD inszeniert sich im Wahlkampfendspurt als einzige Kraft, die den Wählerwillen umsetzt. Beobachter werten die Rede als gezielten Versuch, enttäuschte konservative Wähler zu mobilisieren und das Vertrauen in die etablierten Parteien weiter zu untergraben. Die politische Lage in Sachsen-Anhalt bleibt elf Tage vor der Wahl stark polarisiert.

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