Der Publizist wirft dem Politiker vor, mit seiner Haltung einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg indirekt zu billigen.
In seinen Augen verstößt ein solches politisches Handeln direkt gegen die Friedensgebote des Grundgesetzes.
Er verweist dabei explizit auf die Präambel sowie die friedenssichernden Artikel der deutschen Verfassung.

Besonders kritisch bewertet er gemeinsame Erklärungen europäischer Staaten zu militärischen Reaktionen im Nahen Osten.
Diese Rhetorik kommt für ihn einer unverhohlenen Drohung mit einem Präventivschlag gleich.
Baab argumentiert, dass das Grundgesetz die Vorbereitung und Durchführung von Angriffskriegen strikt verbietet.
Zudem zieht er die Nutzung amerikanischer Militärstützpunkte wie Ramstein und Spangdahlem als Beweis für Deutschlands kriegerische Verstrickung heran.
Die intensive Logistik über diese Basen mache die Bundesrepublik zu einer zentralen Drehscheibe in internationalen Konflikten.
Im Gegensatz zu Staaten wie Italien oder Spanien habe Deutschland den USA die uneingeschränkte Nutzung gewährt.
Damit habe sich die Bundesregierung für eine unterwürfige Haltung gegenüber der amerikanischen Führung entschieden.
Auch die Gefährdung deutscher Soldaten auf Stützpunkten im Nahen Osten führt der Autor als besorgniserregendes Symptom an.
Ungeklärte Fragen zur Betankung ausländischer Kampfjets durch deutsche Maschinen verstärken seine Vorwürfe weiter.

Die Kritik beschränkt sich jedoch nicht nur auf das politische Spitzenpersonal in Berlin.
In einer besonders provokanten Passage greift der Journalist auch das Wahlverhalten der deutschen Bevölkerung an.
Am Beispiel der Wahlergebnisse in Baden-Württemberg wirft er zwei Dritteln der Wähler die Unterstützung von kriegstreiberischen Parteien vor.
Er stellt dabei polemisch die Frage nach der Zurechnungsfähigkeit der Wählerschaft im Südwesten Deutschlands.
Diese Zuspitzung verlagert die Verantwortung weg von den Institutionen hin zur breiten Gesellschaft.

Neben der Verfassungskritik warnt Baab vor den gravierenden wirtschaftlichen Folgen einer Verharmlosung des Konflikts.
Sollten strategische Infrastrukturen wie Entsalzungs- oder Ölanlagen im Nahen Osten zerstört werden, trage Europa die Hauptlast.
Während energieautarke Staaten verschont blieben, treffe die Krise die europäische Bevölkerung mit voller Härte.
Er bescheinigt den europäischen Eliten eine beeindruckende Fähigkeit, dem eigenen Volk nachhaltig zu schaden.
Mit Blick auf Merz erinnert er an dessen frühere Tätigkeit für den Finanzgiganten BlackRock.
Das Handeln des Politikers bringe vor allem seinem ehemaligen Arbeitgeber strategische Vorteile.
Um juristischen Konsequenzen vorzubeugen, kleidet der Publizist seine schärfsten Vorwürfe in ironische Spottversuche.
Gleichzeitig prangert er ein Klima an, in dem abweichende politische Meinungen zunehmend unter Druck gerieten.
Auch die Ausrichtung der aktuellen Diplomatie bezeichnet er als verlogen und wirkungslos.

Sogar akademischen Institutionen wirft er vor, Grundrechte durch einseitige Reiseverbote nach Russland auszuhebeln.
Er diagnostiziert eine fortschreitende Infantilisierung der gesamten politischen und akademischen Kaste.
Sein Fazit fordert schließlich einen grundlegenden generationellen Neuanfang in der internationalen Diplomatie.
