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In einer von scharfen Vorwürfen und hitzigen Debatten geprägten Bundestagssitzung (März 2026) zur Regierungserklärung hat die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel den Kanzlerkandidaten Friedrich Merz (CDU) und die aktuelle Regierungspolitik massiv angegriffen.TA

Im Zentrum ihrer Rede standen die Folgen des Iran-Krieges, explodierende Energiepreise, die sich zuspitzende Wirtschaftskrise und die Haltung Deutschlands im Ukraine-Konflikt.

Weidel zeichnete ein düsteres Bild der deutschen Lage: Mit einem Ölpreis von über 100 US-Dollar und Benzinpreisen von fast 2 Euro pro Liter sieht sie Deutschland im wirtschaftlichen Niedergang. Als Hauptursache machte sie den „irrationalen Glauben von Kernkraftausstieg und Klimaschutz“ aus, der die sichere und bezahlbare Energieversorgung zerstört habe.

Mit Nachdruck forderte sie die sofortige Abschaffung der CO2-Steuer und einen Verzicht auf die “horrende Energiesteuer”. Laut Weidel ließen sich die Spritpreise dadurch auf einen Schlag fast halbieren. Sie warf der Regierung vor, den Verbraucher regelrecht abzuzocken, anstatt angesichts der Krise finanzielle Entlastung zu schaffen.

Einen weiteren Schwerpunkt ihrer Kritik bildete die aktuelle Energieversorgung. Den Verzicht auf günstiges russisches Gas und Erdöl zugunsten von teurem Flüssiggas (LNG) bezeichnete Weidel als „hochmütigen Irrglauben“. Angesichts der blockierten Seewege durch die Straße von Hormus sei die deutsche Abhängigkeit nun fatal. Die von der Regierung geplante Umstellung auf Gaskraftwerke verurteilte sie als “Fantasie”, da diese nicht gebaut seien und zudem das Gas fehle.

Neben der Energiepolitik attackierte Weidel die Wirtschaftspolitik. Sie warf Friedrich Merz vor, den Mittelstand im Stich zu lassen, und zitierte Alarmierende Zahlen: „Alle 20 Minuten geht eine deutsche Firma pleite.“ Sie wies auf massive Gewinneinbrüche bei deutschen Vorzeigeunternehmen wie Volkswagen, Daimler Truck und Porsche hin. Statt Entlastung biete die Politik dem Bürger nur noch höhere Steuerabgaben und “weltfremde Appelle”, noch mehr zu arbeiten.

Abschließend stellte Weidel die deutsche Ukraine-Politik grundsätzlich in Frage. Sie kritisierte die finanzielle Unterstützung für die Ukraine scharf und forderte eine Neuausrichtung: Deutschland müsse im eigenen Interesse handeln, das Gespräch mit Russland suchen und sich um eine Wiederaufnahme der Gaslieferungen bemühen.

Beobachter werten die Rede als gezielten Frontalangriff auf die Union und die Ampel-Parteien, bei dem Weidel wirtschaftliche Ängste der Bevölkerung mit einer strikten Ablehnung der bisherigen Klima- und Außenpolitik verknüpfte. Die Rede verdeutlicht die harte Konfrontationslinie der AfD in der anlaufenden Vorwahlkampfzeit.

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